
Ein CeBIT-Besucher, vertieft ins Fachgespräch mit dem Standpersonal.
Kinder. Überall Kinder und Teenager. Wollte die CeBIT nicht hin zur Fachmesse und weg vom Freizeit-Computerfreak? Eigentlich darf ich mich nicht beschweren, denn ich habe einst ebenso als Schüler angefangen, auf der CeBIT herumzulungern. Ergebnis: Heute habe bin ich Gründer einer IT-Firma. Also danke an das geduldige Standpersonal, das damals diesen Computerfreak hier ernstnahm, als er noch klein war. Aber als Käufer einer regulären Karte ärgert man sich dann doch irgendwie über Meldungen wie diese. Man hätte wohl doch die Lieferanten anschnorren sollen.
Globalisierungskritik: Ein koreanischer Produktmanager zeigt seinen MP3- & Videoplayer. “Aber wir werden ihn wohl vom Markt nehmen. Mit den Chinesen können wir beim Preis nicht mithalten. Wir machen jetzt deshalb Premium-Produkte.”
Eat your own dog food: Eine indische Politikerdelegation zu Gast. Sie wollen für ihren Standort und Kooperationen mit ihren Universitäten werben. “Mein Sohn studiert auch Informatik,” sagt später einer der Inder in kleiner Runde stolz, “in Stanford.”
“Haben Sie Produkt x?” “Nein, nicht dass ich wüsste.” “Aber ich habe es auf Ihrer Website gesehen.” “Dann hole ich Ihnen mal jemanden von unserer Sales-Abteilung. Der kann Ihnen vorgaukeln, dass wir Produkt x haben.”
Der arme Microsoft-Mitarbeiter, der einem aufgebrachten Messebesucher partout nicht erklären konnte, warum Windows XP eine Neuregistrierung verlangt, wenn sich Teile der Hardware ändern: “Nein, da kann man leider nichts machen.” Er hätte doch nur “Sie sind nicht unser Kunde, Sie sind unser Gegner. Dell ist unser Kunde.” sagen müssen.

Toll. Und was ist das?
360°. Alles ist irgendwie 360°. Scheint das neue Buzzword zu sein, auf das sich die Marketingabteilungen der Branche geeinigt haben.