Meine A Cappella Gruppe Sechs Richtige hat zwei Alben aufgenommen. Selbst produziert, selbst bezahlt, korrekt bei der GEMA angemeldet und bezahlt. Auf unserer Homepage haben wir acht MP3-Dateien mit Ausschnitten dieser CD online gestellt, jeweils zwischen 30 und 50 Sekunden lang.
Dafür müssen wir nun 70 Euro zzgl. USt. im Jahr bezahlen.
Super. Dann sind die MP3s jetzt eben nicht mehr online. Die 70 Euro werden die GEMA-Jungs dieses Jahr kriegen, sollen sie doch ersticken daran.
Das sind ca. 2 Cent pro Tag… finde ich ehrlich gesagt durchaus angemessen.
Ist zwar ärgerlich, wenn das dann so auf einen Schlag kommt, aber irgendwo müssen die Ansprüche der Urheber ja auch berücksichtigt werden, wenn ihre Werke in irgendeiner Form genutzt werden.
Ich bin auch kein großer Anhänger der GEMA, weil deren System bis heute alles andere als gerecht oder ausgewogen ist.
Aber in diesem Fall kann man eigentlich nicht meckern.
Betti, ich kenne beide Seiten. Meine Band hat von GEMA und GvL profitiert, (u.a. als wir mal mit einem selbstkomponierten Stück im TV aufgetreten waren), und wir haben auch immer brav die GEMA-Liste bei Live-Auftritten ausgefüllt, so dass die von uns gecoverten Künstler ihren Anteil an unserer Arbeit erhalten haben.
Aber: Unsere CD war bereits via GEMA-Gebühr abgegolten und es handelte sich um kurze Musikausschnitte in schlechter Audioqualität, deshalb finde ich 20 (nicht 2, da hast Du Dich verrechnet) Cent pro Tag eben nicht angemessen.
Die GEMA-Lizenzregeln sind anachronistisch und für das Internet ungeeignet.