
Wie letztes Mal befand sich mein Wahllokal im gleichen Klassenraum der Grundschule Bahrenfelder Straße. Dort gab es auch schöne Zählhilfen. Sowie Stühle und Tische, die leider nur für Grundschüler bequem sein dürften.

Die Wahl(müll)tonne war zurück.

Die Auszählung war sehr viel einfacher als bei der HH-Wahl. Einzig die schiere Größe des Wahlzettels machte die Handhabung schwer und man verzählte sich immer wieder einmal, was dank mehrerer Plausibilitätsprüfungen aber sofort auffiel. Hier zeigte sich die Stärke einer manuellen Auszählung gegenüber einer Zählmaschine: Bei den Unstimmigkeiten wurde die Zählung eben so oft wiederholt, bis alle Beteiligten keine Zweifel am Ergebnis mehr hatten. Dies ist für mich immer noch der bessere Weg statt eines Wahlcomputers, wo kein Wahlhelfer eine so einfache, direkte und sofort verständliche Prüfung der Zählung vornehmen kann.

In unserem Wahllokal waren die Piraten die größte der “Sonstige”-Parteien: 11 Stimmen für die Piraten (3,1%) vs. 14 für die FDP (4%). Rechtsextreme waren keine dabei, die Grünen führten mit großem Abstand (41,8%) vor der SPD (24,7%), die CDU (9,4%) lag sogar unter der Linken (11,9%).
Es machte Spaß, Wahlhelfer zu sein. Die Bundestagswahl wird hoffentlich eine höhere Wahlbeteiligung und damit mehr Arbeit bedeuten. Bin dann gerne wieder dabei.
…am liebsten war ich im Briefwahlvorstand, da konnte man um 17:00 Uhr anfangen, die äußeren Umschläge zu öffnen und die Wahlscheine prüfen. Punkt 18:00 Uhr ging dann das große Aufmachen der Wahlumschläge los. Um ca. 20:00 Uhr war man schon durch.
Viele Grüße
Jörg
Ich kann auch eins bestätigen: Es hat Spaß gemacht, Wahlhelfer zu sein. Glücklicherweise sind dieses Jahr noch zwei Wahlen und nächstes Jahr dann noch eine. Die geringe Wahlbeteiligung hat zu einer großen Langeweile geführt. Wären permanent Wähler im Wahllokal gewesen, dann wäre es sicherlich deutlich spannender geworden. Die Kommunalwahl soll aber angeblich immer recht gut besucht sein und bei der Bundestagswahl werden auch doppelt so viele Wähler erwartet. Ich bin da noch optimistisch!
Ich hab weder ein Blog, noch schöne Fotos gemacht, aber hier ein paar Worte zu dem Wahlkreis, wo ich Helfer war:
Wahlbezirk 01 104 (Berlin Mitte)
1018 Wahlberechtigte (ohne Briefwähler)
257 Wähler (25,25 %)
5 Piraten (1,95 %)
Viele Wähler schienen die Piraten nicht zu kennen. Ich war überrascht, wie viele Wähler nicht nur einfach ankreuzen, sondern die Liste vorher wirklich studieren.
Vielleicht ein gutes Zeichen für die Piraten, wenn sie durch die EurParlWahl Bekanntheit gewonnen haben – vor allem für die bevorstehende Bundestagswahl.
@Stephan: Ich fand es eher erschreckend, dass vielen erst in der Wahlkabine bewusst wurde, wieviele Parteien sich zur Wahl stellen. Bei jeder Wahl wird im Vorfeld berichtet, wer auf dem Wahlzettel steht – auch in der Bild.
Bei der Europawahl war ich um 15:00 Uhr (!!!) erst der 10. Wähler in meinem Wahllokal auf St.Pauli. Das fand ich erschreckend! I