Hallo Piratenpartei, Du ehemals wilder Haufen. Man hört so gar nichts mehr von Dir. Machst Du eigentlich noch was? So richtig Opposition, mit Forderungen, Vorschlägen und konkreter politischer Arbeit? Lass doch mal wieder von Dir hören. Ach ja, und werde doch bitte Deinen rechten Freundeskreis los. Der schlechte Umgang bekommt Dir nicht gut.
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Dürfte derzeit schwierig werden, den loszuwerden. Zum einen sitzt an oberster Stelle im Bundesvorstand schon einer, der schweres rechtspopulistisches Fahrwasser erzeugt. Zum zweiten fühlen sich viele Piraten so stark und aufgeklärt, mit extremistischen Kräften einen Diskurs anstoßen zu können. Und zum dritten ist genau der gepredigte Abgesang, keiner Strömung unterworfen zu sein, das größte Problem, weil man sich offensichtlich extrem schwer damit tut, anderer Leute Ideologien in Frage zu stellen, die im gleichen Boot sitzen wollen.
Kindergarten, bei dem es eine Frage der Zeit ist, wie lange das gut geht.
Zumindest der LV HH befindet sich in einer strukturellen Krise, denn der Vorstand fällt derzeit auseinander. Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Der LV HH hält sich für die Bundespartei und leistet sich von Zeit zu Zeit Alleingänge, andere LV im Osten der Republik sind linker als die Linkspartei. Alles keine guten Voraussetzungen…
Ich gehe schwer davon aus, dass sich das Problem im BV in Bingen lösen wird. Ausserdem frage ich mich ernsthaft, was an http://web.piratenpartei.de/node/1026 nicht zu verstehen ist. Mag sein, dass die Rechten[tm](c) versuchen, die Piraten zu unterwandern, ich kenn aber persönlich genügend Aktive persönlich, um sicher zu sein, dass sie das nicht schaffen werden.
Und der Piratenpartei vorzuwerfen, dass die Medien halt nach der einen Sau schnell die nächste und die nächste durchs Dorf treiben, halte ich auch für leicht unfair, aber gut. Ich kann nur für mein Engagement im LV BaWü sprechen und wir machen derzeit viel konkrete politische Arbeit, da uns im nächsten Jahr Landtagswahlen erwarten.
Medien treiben nur die Säue durchs Dorf, die sich auch durchs Dorf treiben lassen, Ausnahmen bei bestimmten Medien bestätigen die Regel. Sehr feiner Unterschied.
Meinst Du jenen Bundesvorstand, welcher als Israel-Fan eine sehr kritische Meinung zum Islam hat? Dessen Meinung ist in der Tat sehr umstritten, aber ob der durchschnittliche Freund Israels inzwischen als rechtspopulistisch qualifiziert, wäre erst auszuloten. Zudem diese Art von Haltung zum Islam nicht gerade einzigartig ist. Broder, Sarrazin und eine schweizer Mehrheit haben da schon Vorarbeit geleistet. Kann man mögen oder nicht. Die Mehrheitsmeinung in der Piratenpartei stellt das jedenfalls nicht dar, wie man den Reaktionen ansehen konnte.
Was die Tauchstation betrifft.. auf https://twitter.com/piratennews werden nach wie vor üppige Piratenerwähnungen in den Medien aufgeführt. Seit Ende des Wahlkampfes hat das retwittern wohl nachgelassen.
Broder und Sarrazin würde ich nicht unbedingt als vorbildliche Diskutanten heranführen.
Was die Medienerwähnungen betrifft: Wo bleiben die Themen, die von der Piratenpartei gesetzt und besetzt werden? Wo sind die anerkannten Experten aus der Piratenpartei?
Obwohl wir in den letzten Monaten Datenskandale, Privatsphärenthemen und Internet-Bashing en masse hatten, gibt es offenbar keine kompetenten Piraten, an die sich die Medien dann für ein Zitat wenden.
Wenn die Piraten von den Medien noch nicht einmal zu ihren angeblich ureigensten Themen befragt werden, haben die Piraten mMn ein Problem.