…denn der Schwung nimmt ab. Um die erwartete Zahl der Unterzeichner zu steigern, sollte man im nicht-netzpolitik-affinen Bekanntenkreis Werbung machen. Danke!

Zeichne mit!

Einleitung:

Diese Erklärung entstand ursprünglich aus Verwunderung über fachlich nicht nachvollziehbare Aussagen des “Internet-Professors” Dr. Christoph Meinel. Sein Standpunkt wird hier von Prof. Dr. Koch zusätzlich aus Sicht eines Juristen bewertet.

Nur kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Entwurfs erhielt ich hunderte Mails von anderen IT-Leuten und Eltern, die sich ebenso wie ich von den jüngsten Äußerungen aus der Politik und aus dem umstrittenen Verein Deutsche Kinderhilfe diffamiert sehen.

Ich bitte die Politik, die Meinung von ITlern zu diesem und anderen netzpolitischen Themen nicht mehr weiter zu ignorieren.

Herzlichen Dank.


Erklärung von Eltern aus IT-Berufen zu Internetsperren

Über 420 Familien von Internet-Fachleuten unterstützen ePetition gegen Internetsperren
und fordern Sach- statt Symbolpolitik.

Die Unterzeichner dieser Erklärung sind Eltern, die in Deutschland in Fachberufen der Informationstechnologie arbeiten: Software-Entwickler, System-Administratoren, promovierte Informatiker, Mathematiker und Physiker, Wissenschaftler, Professoren, Selbstständige, Angestellte, Beamte, etc.

Die Bundesregierung forciert derzeit die Einführung von so genannten Internetsperren als vermeintlich effektive Maßnahme gegen Kinderpornographie. Als Internet-Experten widersprechen wir diesem Plan und erklären hierzu:

  • Wir fordern eine sachliche Diskussion

    Unterstützer der Petition gegen Internetsperren [1] sind keine Befürworter der Verbreitung von Kinderpornographie. Im Gegensatz zu dieser unsachlichen und bösartigen Unterstellung wünschen sie sich wirksame Maßnahmen gegen Kindesmissbrauch und Internetkriminalität.

  • Wir fordern eine ehrliche Diskussion

    Die vom Familien- und Wirtschaftsministerium wiederholt benutzten Argumente basieren auf einer fahrlässig verzerrten Darstellung. Weder die Aussagen über gestiegene Fallzahlen noch die genannte Zahl der Seitenabrufe noch die behauptete Existenz einer kommerziellen Kinderpornoindustrie halten einer inhaltlichen Überprüfung stand [2] [3].

  • Eine technische Maßnahme ist ungeeignet zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems

    Wer auf einer Pressekonferenz effektvoll ein “Stoppschild im Netz” in die Kameras hält, tut damit nichts gegen Kinderpornographie [4]. Statt knalliger Wahlkampfsymbolik ist zähe, nachhaltige Sachpolitik gefragt.

  • Wir fordern eine bessere IT-Ausbildung für Justiz und Polizei

    Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Illegale Internet-Inhalte werden auf Servern angeboten. Diese Server stehen in Ländern mit Gesetzen. Diese Server lassen sich abschalten, ihre Betreiber lassen sich ermitteln – wenn Justiz und Polizei das nötige Personal mit IT-Sachverstand haben und international kooperieren. Die angebliche Schwierigkeit, solche Straftaten international zu verfolgen, betrachten wir als ein haltloses Argument.

  • Wir fordern eine bessere Ausstattung der Sozialbehörden, um Kindesmissbrauch in Familien zu bekämpfen

    Kinderpornographie ist die Dokumentation von Kindesmissbrauch, zumeist im privaten Umfeld durch ältere Familienmitglieder. Wer an der Präventions- und Sozialarbeit spart, lässt Verwahrlosung und Missbrauch ihren Lauf.

  • Internetsperren sind einer Demokratie unwürdig

    Bei dem von der Bundesregierung gewünschten System soll eine geheime Sperrliste ohne demokratische Kontrolle von einer Polizeibehörde geführt werden. Aber noch bevor die Internetsperre durchgesetzt wurde, melden Lobbyisten, Politiker und Minister bereits lautstark Begehrlichkeiten zur Sperrung anderer ungenehmer Inhalte an. Wir sehen hier den Dammbruch für eine Zensurinfrastruktur.

Ausdrücklich widersprechen wir auf fachlicher Ebene Herrn Prof. Dr. Christoph Meinel [5].

Das Thema Kinderpornographie ist zu ernst, um es für Wahlkampfeffekte zu missbrauchen.

[1] Franziska Heine:
“Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten”
ePetition auf bundestag.de
<http://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860>

[2] Holger Bleich, Axel Kossel:
“Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere”
c’t Magazin für Computertechnik 9/2009
<http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere–/artikel/135867>

[3] Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht:
“Die Legende von der Kinderpornoindustrie”
<http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/25/die-legende-von-der-kinderpornoindustrie/>

[4] Holger Witzel, Frauke Hunfeld:
“Operation Ohnmacht”
Stern Online
<http://www.stern.de/panorama/660382.html?pr=1>

[5] Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Institut:
“Wissenschaftler fordert sachlichere Diskussion über Internetsperren gegen Kinderpornographie”
<http://www.presseportal.de/pm/22537/1402187/hpi_hasso_plattner_institut>

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Mail veröffentlicht mit Genehmigung des Autors. Herzlichen Dank.

Sehr geehrter Herr Zulla,

über das Lawblog von Herrn Rechtsanwalt Udo Vetter bin ich auf Ihre Initiative aufmerksam geworden, mit der Sie sich gegen die Ausführungen von Prof. Dr. Meinel (Potsdam) wenden. Ich kann Ihre Initiative aus formalen Gründen nicht unterstützen, da ich nicht aus der IT-Branche (sondern ebenfalls [wie Herr Vetter] Jurist) bin, habe mir aber aufgrund Ihres Links die Stellungnahme von Prof. Dr. Meinel angesehen.

Erstaunlicherweise macht Prof. Dr. Meinel im wesentlichen Rechtsausführungen, die m.E. aber neben der Sache liegen und deshalb einer sachlicheren Diskussion nicht dienen können. Es ist vielmehr ärgerlich, wenn ungenaue Parallelen gezogen werden und auf dieser Grundlage auch noch eine Versachlichung der Diskussion gefordert wird:

  1. Prof. Dr. Meinel führt aus, bei gedruckten Medien habe die Öffentlichkeit längst akzeptiert, dass Strafbares dort nicht veröffentlicht werden darf und verstehe das nicht als Angriff auf die Meinungsfreiheit.

    Mir ist neu, dass im Internet strafbare Inhalte veröffentlicht werden dürfen. Soweit der Inhalt von Abbildungen oder Texten strafbar ist, gilt dies auch im Internet. Es ist deshalb bei gedruckten Texten wie bei Websites selbstverständlich zulässig, deren Verbreitung zu verhindern, indem gegen den Urheber vorgegangen wird. Mit einer Sperrung des Zugriffs von Internetseiten hat dies aber nicht das Geringste zu tun. Zieht man eine Parallele zu Druckmedien, so kann Gegenstand des Vergleichs nur ein Verbreitungsverbot sein.

  2. Prof. Dr. Meinel führt dazu weiter aus, im Printmedienbereich sei es lange akzeptiert, dass es ein legitimes Recht der Gesellschaft ist, sich gegen die Veröffentlichung solcher Inhalte zu wehren, deren Besitz, Nutzung oder Verbreitung gesetzlich verboten ist.

    Mir ist neu, dass irgendjemand gefordert habe, im Internet müssten Inhalte gestattet sein, deren Besitz, Nutzung oder Verbreitung im Übrigen gesetzlich verboten sei.

    Der entscheidende Punkt ist ein anderer: Die Sperrung von Internet-Seiten in der vorgesehenen Form läuft darauf hinaus, dass eine Behörde über die Zulässigkeit der Kenntnisnahme von Inhalten entscheidet, ohne dass dies gerichtlicher Überprüfung zugänglich ist. Vielmehr macht sich jeder, der die Berechtigung der Sperrung überprüfen will, potentiell selbst strafbar, was einen gravierenden Unterschied zu illegalen Texten – etwa Schriftstücken mit Beleidigungen – ausmacht, denn wer von z.B. einer Beleidigung Kenntnis erlangt, macht sich nicht selbst strafbar.

Eine solche Regelung, wie sie jetzt beabsichtigt ist, ist daher der Traum jedes Obrigkeitsstaates. Dass hier die Informationsfreiheit tangiert ist, versteht sich von selbst.

Fazit: Die Ausführungen von Prof. Dr. Meinel lassen erforderliche Differenzierungen vermissen; es werden Äpfel mit Birnen verglichen.

Mit freundlichen Grüßen

Professor Dr. Thorsten Koch
apl. Professor an der Universität Osnabrück
Rechtsanwalt
Bissendorf

Herzlichen Dank an alle Unterzeichner, die fertige Erklärung findet sich hier.

The Smart Q5 MID – now this might be a device for Mer: ARM11 cpu, WiFi, Bluetooth, 1G storage, SD-slot, 800×480 screen, touchscreen and a sub-150$ price tag. (Now that price sounds way too good to be true!) Originally designed to run Ubuntu for ARM, but seems to have everything needed for Mer / Maemo.

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By the way, where is the next Nokia tablet hardware?

Es wurde gelegentlich gefragt, wo die Quelltext-Pakete der e-tobi vdr Binaries für Ubuntu bleiben. Tja: Es sind die Quelltexte von Tobi, die unverändert von mir compiliert und dann im Repository angeboten werden.

Falls Änderungen notwendig sind, patcht Tobi seine Quellen, damit sie später unter Debian und Ubuntu compilierbar bleiben.

Deshalb gibt es von mir keine Quellpakete, denn die gibt’s bei Tobi. Er bietet drei Varianten von vdr an: “standard”, “multipatch” und “extensions” – diese unterscheiden sich durch verschiedene Erweiterungen und die dadurch nutzbaren Plugins. Die Quellpakete sind aber für alle drei identisch, die Shellvariable “PATCHVARIANT” sorgt beim Compilieren automatisch für die nötigen Änderungen der Quellen.

Um die e-tobi Quellen der Variante “standard” unter Ubuntu zu verwenden, legt man zunächst eine Datei an:

  Some folks have asked why there are no source packages of the e-tobi vdr binaries for Ubuntu in my repository. Well: I’m using the original sources maintained by Tobi.

If changes are necessary or I run into problems, Tobi patches his sources to make them work with both Debian and Ubuntu.

That’s why I do not offer source packages – you can find them at e-tobi. He offers three flavours of vdr: “standard”, “multipatch” and “extensions” – they use different extensions and patches and allow using a different set of plugins. The source packages are the same for all flavours, the “PATCHVARIANT” shell variable will make sure that the sources are patched accordingly when you compile them.

To use his sources for the “standard” flavour, you need to create a file first:

# /etc/apt/sources.list.d/vdr-src.list
deb-src http://e-tobi.net/vdr-experimental sid base backports addons vdr-standard

Um z.B. die aktuelle Version 0.2.0-4 des “live”-Plugins für die “standard”-Variante von e-tobi zu backen, geht es wie folgt weiter:   If you wish to compile a plugin, e.g the current version 0.2.0-4 of the “live” plugin for e-tobi “standard” flavour, here’s how:

apt-get update
apt-get build-dep vdr-plugin-live=0.2.0-4
PATCHVARIANT=standard apt-get source -b vdr-plugin-live=0.2.0-4


Foto von Neil Alejandro via flickr

Die e-tobi vdr Binaries für Ubuntu Intrepid Ibex sind nun verfügbar. Wie bisher stehen sie für i386 und amd64 zur Verfügung.

Im folgenden Beispiel – ähnlich wie bei e-tobi beschrieben – bitte #SECTION# ersetzen durch standard, multipatch oder extensions.

Weitere Informationen zu e-tobi vdr unter Ubuntu findet Ihr in den früheren Blog-Artikeln zu diesem Thema.

  The e-tobi vdr binaries for Ubuntu Intrepid are now available. As usual, you can fetch them for i386 and amd64.

In the following sample setup, replace #SECTION# with standard, multipatch or extensions.

You can find more information about e-tobi vdr for Ubuntu in my earlier blog entries.

# /etc/apt/sources.list.d/vdr-etobi-hanno.list
# SECTION = standard | multipatch | extensions
deb http://www.hanno.de/vdr-experimental intrepid base backports addons vdr-#SECTION#
deb http://packages.medibuntu.org/ intrepid free non-free

# /etc/apt/preferences
Package: *
Pin: origin www.hanno.de
Pin-Priority: 1000

Eversince installing Ubuntu about three years ago, XP rots on unused partitions of my computers. Ubuntu has been a pleasure to use and except for occasional gaming, XP has become obsolete – both at the office and at home.

While previous Ubuntu releases have been one solid update after the other, the most recent “stable” release “Intrepid Ibex” has been a bit of a letdown.

They were unlucky with their timing. OpenOffice 3 isn’t included because it was released after Ubuntu’s feature freeze, and some more recent drivers seem to be out-of-date for the same reason:

The WLAN drivers for my shiny new (linux-friendly) Acer Aspire One Netbook don’t work, its graphics driver brings up garbage on the screen when using 3d desktop effects and I was also bitten by the inability to use an external monitor at native resolution – this worked out-of-the-box on the same machine with the previous release.

Ubuntu’s default email client Evolution still sucks with multiple IMAP accounts – no improvement after three years – so still the first thing to do is replace it with Thunderbird. Gnome VFS seems to have become slower with SFTP and its bookmarks don’t appear in the file dialog anymore, which they used to do in the previous release.

This time, I tried Xubuntu und Kubuntu on my Netbook to see how they deal with limited screen estate, but KDE still looks very much like work in progress and XFCE wasn’t really that much better than Gnome as a user interface.

To sum it up: Not much of an improvement, this time. Hoping for the next release.

How to foster self-regulation in internet discussion forums (and turn flamewars into profit):


via flickr

When it comes to portable electronic gadgets, there are three major annoyances.

  1. The three hour limit must fall

    Photo by AndyArmstrong via flickr

    There is an unwritten rule when designing portable computers:

    The battery will last three hours.

    Once technological advances allow the next generation to run longer – be it thanks to more efficient hardware or more powerful battery technology – the manufacturers decide to shrink the battery, capping the device back to the three hour limit.

    Three is a nice psychological figure. “Lasts three hours? – not too short!” “Less than three kilogramms? – not too heavy!” After all these years, today’s 3 kg laptops usually still run for 3 hours or less.

    This must end.

    Three hours is not enough for a true mobile device (especially since the advertised three hours of battery time usually result to less than two in real use).

  2. Batteries should be replaceable

    Photo by merfam

    A rechargeable portable device that doesn’t allow the user to replace its battery is a disposable item, it was made to break.

    Enforcing planned obsolescence by making it hard to replace the device’s consumable parts is a design choice that should be opposed.

  3. We need a standard battery for gadgets

    Photo by Eva the Weaver

    This is the hardest task for the future and it’s unlikely to happen soon. But we desperately need a new battery standard.

    Good luck when you try to find the battery type used in a laptop or cellphone at a reasonable price just few years after its release.

    The AA battery‘s format was standardized 60 years ago. Battery technology has improved since then, yet you can still use today’s AA in a 1980s walkman or a 1950s flashlight.

    There are several manufacturers. You can buy AAs anywhere in the world. Recycling is possible.

    It’s insane: Gadget manufacturers keep a stock of fast-aging device-specific batteries for a limited time and sell them at premium prices. There are no or few competing offers and formats change with every new device generation.

    We need standard battery formats just like AA for laptops, cameras, cell phones and other portable gadgets.

#1 is just my personal requirement. The technology exists to design sub-500-gramm computers that run for a whole day, but few customers buy them, so unless people decide that a three hour MID isn’t really such a mobile internet device, the industry has no reason to change.

But #2 and #3 are ecologically disastrous and I’d even welcome government regulation to enforce these if the industry doesn’t come up with solutions by itself.

Photos via flickr by AndyArmstrong, merfam, Eva the Weaver.

This article was written for umpcportal.com.