Yet another unsolicited sales call at the office. So, who’s calling – oh, it’s RedHat?

“We thought you might be interested in RedHat Enterprise Linux and our JBoss middleware” says the sales drone. No, I respond, we are very happy with Debian and Perl. “Oh, you’re using Debian? And who do you call when it fails?” Wait, RedHat is using FUD to advertise its products? “FUD?” Yes, fear, uncertainty and doubt. “No, we’d never use FUD as a dumb sales approach.”

(Oh, so they are using FUD in a more intelligent way. I see.)

Could you please remove us from your sales list? “There is no list.” Then how did you call our company? “You don’t understand our sales approach.” Indeed, I don’t.

Inzwischen konnte ich einen Blick auf die Antworten des BKA werfen.

Auffällig dabei sind die massiven Widersprüche zu dem, was ich parallel von Befürwortern der Online-Durchsuchung dazu erfahren habe.

Ein Politiker erklärte mir, bei der Online-Durchsuchung gehe es um den Zugriff auf Server. Das BKA verneint dies in seinen Antworten.

Ein hochrangiger Hamburger Polizist erklärte mir, bei der Online-Durchsuchung werde es “in 9 von 10 Fällen” um den Zugriff auf VOIP-Kommunikation gehen. Das BKA verneint dies in seinen Antworten.

Ich bin mehr und mehr der Überzeugung, dass keiner der an der Diskussion Beteiligten wirklich weiß, was die Online-Durchsuchung eigentlich ist und was sie leisten soll. Hauptsache, die Ermittler dürfen möglichst viel, egal, wie sinnvoll.

Felix geht davon aus, dass es eine Scheindiskussion ist. Er könnte Recht haben.

Gerade lese ich, dass das Freie Sender Kombinat einst vom Hamburger Staatsschutz durchsucht wurde. Da war ich ja kürzlich im Studio. Einige Tage davor habe ich mit einem TAZ-Redakteur telefoniert. Ich schreibe Mails und Instantnachrichten an Leute, die die Regierung kritisieren, und die schreiben mir zurück. Ich habe studiert, kann deshalb anspruchsvolle Texte verfassen und habe einen Bibliotheksausweis. Und ich nehme die neuen Sicherheitsmaßnahmen zum Anlass, den aus meiner Sicht perma­nenten Ausbau des Überwachungsstaates und die repressive Wir­kung der dabei eingesetzten neuen Technologien anzuprangern. Hey super: Ich erfülle wohl bereits ein paar Kriterien für’s Raster als Linksextremist

Nachtrag: Man muss den Ermittlern einen gewissen Vertrauensvorschuss geben, sagten uns BKA und Politik, denn diese wissen, was sie tun. Mein Vertrauen ist leider schwer beschädigt, wenn ein bloßer Google-Treffer bereits weitreichende Überwachungsmaßnahmen rechtfertigen kann:

“Clemm zufolge haben die Fahnder des BKA im Internet nach bestimmten Stichworten gesucht, die auch die ‘militante gruppe’ in ihren Bekennerschreiben benutzt. Darunter seien Begriffe wie ‘Gentrification’ oder ‘Prekarisierung’. Da H. zu diesen Themen forsche, seien die Fahnder auf ihn aufmerksam geworden. ‘Das reichte für die Ermittlungsbehörden für eine fast einjährige Observation, für Videoüberwachung der Hauseingänge und Lauschangriff’, so Clemm.” (Quelle)

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Nachdem ich die Meldungen las, hätte ich die Chip fast mal wieder gekauft. Am Kiosk weckte das Titelbild dann leise Zweifel am journalistischen Gehalt des Inhalts. Fefe hat das Thema bereits zusammengefasst.

Nachtrag, da gefragt wurde: Nein, das Bild ist kein Witz.

Mein Nerdlobbyismus hat inzwischen ein erstes kleines Medienecho bewirkt.

Vorgestern luden mich zu dem Thema das Mädel und die Jungs vom Nerdalert zum Hamburger Freien Sender Kombinat ein.

Der Nerdalert wurde dieses Mal vorproduziert, weil sie zum Sendetermin beim CCC-Camp sein werden. Hier also schon vorab die Nerdalert-August-Ausgabe im OGG-Format, inklusiver vieler ähs und najas. Ich hoffe, es ist interessant und wir erzählen nicht zuviel Unsinn…

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Das FSK HH ist eine Art Bürgerfunk – nur besser. Die Inhalte sind bunt, die Musiksendungen sind super, die Wortsendungen manchmal auch eher anstrengend. (Ich erinnere mich mit Grausen an eine Sendung, für die ein Sprecher aus der Raumecke heraus mit mehreren Metern Abstand zum Mikrofon 30 Minuten lang linkspolitische Agitation monoton vom Blatt abgelesen hat…)

1998 war ich während meines Studiums dort in der Musikredaktion aktiv und machte mehrere Sendungen über A Cappella Musik namens “Mundfunk”. Danach hatte ich aber den Kontakt zum FSK verloren und freute mich, ein paar alte Gesichter wiederzusehen. Beim Besuch stellte sich außerdem heraus, dass sich auch mehrere der anderen Nerdalert-Nerds und ich vor Jahren schon einmal in der Hamburger IT-Branche über den Weg gelaufen sind. Die Welt ist klein.

In der Sendung kommt als Thema auch vor, dass der Protest der IT-Welt gegen politische Entscheidungen oft nur innerhalb der IT-Welt verbleibt und kaum daraus herausgeht. Online-Nachrichten, Heise Ticker, Blogs, Foren – die Diskussion über Wahlcomputer, Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, Hackerparagraphen usw. wird dort zwar laut und kontrovers geführt, bleibt aber unter sich.

Insofern ist es ganz passend, dass es einen sehr wohlwollenden Artikel in der TAZ Online-Ausgabe gab und auch Spiegel Online kurz berichtete – aber, wie die TAZ es euphemistisch nannte, “exklusiv in der Online-Ausgabe” wo wieder nur wir Nerds es lesen und uns gegenseitig unseren Standpunkt bestätigen.

So sagen wir uns alle gegenseitig immer wieder, dass und warum wir dagegen sind, und wenn die Politik dann z.B. trotzdem einen untauglichen Hackerparagraphen entscheidet, staunen wir darüber, weil doch “alle dagegen waren”. Eine Selbsttäuschung, denn in der breiten Öffentlichkeit der Nicht-Nerds kommen unsere Themen kaum vor.

Keine Ahnung, wie man das ändern kann. Es ist auch ein Generationsproblem. Der Anteil der Menschen mit Computerkenntnissen in der Bevölkerung wächst und damit hoffentlich auch die Sensibilität für die Nerd-Themen. Kommende Politikergenerationen werden mit IT aufgewachsen sein und ich hoffe dann auf mehr Sachkenntnis. So, wie heute im Parlament Menschen sitzen, die in ihrer Jugend Motoroller frisiert und Joints probiert haben, werden künftige Politiker als Jugendliche Filesharing und CD-Brenner benutzt und schlimme Killer-Egoshooter gespielt haben.

Mal sehen, ob dann solche Diskussionen etwas weniger hysterisch geführt werden.

In meinem Beruf habe ich ab und zu mit der Polizei zu tun, wenn Log-Dateien auszuwerten sind. Zur Kommunikation bevorzuge ich dann verschlüsselte E-Mail und frage vor Versand der Ergebnisse nach dem Public-Key. Heute antwortet mir ein Kriminaloberkomissar aus Frankfurt:

“Ich kann Ihnen leider nur mitteilen, dass das Land Hessen, speziell die Polizei, über keinen Public-Key verfügt. Die Behörde arbeitet anscheinend nicht mit Verschlüsselung. Es gibt nun tatsächlich nur zwei Möglichkeiten, wie Sie mir die Daten übersenden – entweder normal per E-Mail oder auf dem Faxweg.”

Ähnlich der Polizist aus Münster, der vorschlug, dass ich die Daten an den privaten Mailaccount seines Kollegen senden soll, weil der daheim PGP eingerichtet hat, aber das Präsidium noch nicht…

(Zur Ehrenrettung sei erwähnt, dass nur kurz nach diesem Vorschlag der verschlüsselte Versand zur Polizei Münster doch noch möglich war.)

Erwähnte ich bereits, dass die Politiker der Polizei m.M.n. statt Online-Durchsuchung lieber bessere Ausstattung und mehr IT-Ausbildung geben sollten?

Die Aufregung war groß: Kinderreporter des WDR fragten Politiker über das Internet aus und die Politiker versagten kläglich. Soweit wurde also das Vorurteil bestätigt.

Inzwischen ruderte Brigitte Zypries zurück und der Journalist Detlef Borchers berichtet, dass er andere Erfahrungen mit dem im TV-Beitrag ebenso bloßgestellten Hans-Christian Ströbele gemacht hat.

Tatsächlich will ich nicht glauben, dass unsere Politiker ein Mailprogramm und einen Browser nicht selbst bedienen können. Bleibt als mögliche Zweit-Erklärung, dass sich die befragten Politiker für Simulation von Volksnähe inkompetenter angestellt haben als sie sind. Was aber auch nicht besonders schmeichelhaft wäre, weder für die Politiker, noch für uns.

I don’t understand spammers. They keep using vast botnet resources to spam blogs like mine where their spam comment never appears. They keep hitting my blog every day and don’t stop. Why don’t they just try to spam once and if their spam doesn’t appear as a public comment, go away?

Worldwide #1 hit producer Timbaland (source):

“So, that’s what sampling is. That’s not stealing, ’cause everybody sample from everybody every day.”

“I like it, I don’t have no researchin’- time is coming up when I got to turn a record in.”

“So, I like it. I found it. I got sounds upon sounds upon sound. I don’t know what’s public domain and what’s not.”

…and you wonder why people dislike the music industry. The very industry pushing DRM, pushing prices, dragging consumers to court and and re-defining consumers’ rights of fair use as “stealing”.

The Arima UMPC, also known as the Medion RIM 1000 UMPC or the Gigabyte U60, was on display at a Microsoft booth on CeBIT. The device sports a slide-out keyboard. I was a bit disappointed, as the keyboard was uncomfortable and the device feels like it was made from cheap material. The Medion UMPC appeared to be a great device when it was announced, seing the actual product was unimpressing.

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They made the mistake of showing the Medion right next to a Sony UX, which is smaller, is built with higher quality materials and comes with a better keyboard. Oh, and it’s more than twice the price of the Arima, of course. But in direct comparison, it was far more impressive and it became obvious why it is worth its price compared to the Arima.

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The Arima seems to be having issues with Windows Vista. Within minutes of using some standard applications, it crashed. According to UMPCPortal, these problems appear to be the reason why the launch of the device has been postponed several times by now.

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