Mr. Spielberg, wir müssen reden.
Vor 25 Jahren saß ich heulend im Kino, weil Sie einen Film gedreht hatten. In diesem Film musste sich ein kindsgroßer Außerirdischer vor Erwachsenen verstecken und dafür verkleidete er sich als Geist. Diese Szene verstand ich nicht. Man musste mir diesen Brauch aus dem fernen Amerika erklären, warum sich alle Kinder gruselig verkleiden und dann Süßigkeiten einsammeln.
Als dieser Film in die Kinos kam, gab es in meiner Heimatstadt nur eine Methode, Süßigkeiten an Wohnungstüren zu bekommen: Singen. Wir hatten sogar quakende Instrumente mitgenommen und vorher geübt. Nach der Runde durch die Nachbarschaft wurde die Süßigkeitentüte auf die Küchenwaage gestellt. Historisch der Tag, an dem ich 9 Pfund Süßigkeiten zusammengesungen hatte!
Mr. Spielberg und seine Kollegen haben dann in den Jahren danach immer wieder das Halloween-Meme via Kino und TV gestreut. In meiner Heimatstadt kamen immer weniger Kinder an die Tür, um zu Ehren eines Mannes zu singen, der barmherzig zu einem Bettler war. Heute zieht gar kein Kind mehr am Martinstag singend von Tür zu Tür.
Stattdessen kommen sie jetzt ein paar Tage früher vorbei und verlangen Süßigkeiten dafür, dass sie nichts verwüsten. Nach mehreren solcher Streiche trauen sich einige meiner älteren Verwandten zu Halloween nicht mehr an die Tür: Als allein lebende 90jährige Dame hätte man es schwer, sich gegen Teenager zu wehren.
Dieses Jahr waren wir Halloween nicht zu Hause. Vollkommen klar, dass wir für unsere Schutzgeldverweigerung bestraft werden mussten. Nach zwei Tagen waren die Eireste an der Wohnungstür auch schön eingetrocknet und es roch entsprechend.
Tolle Sauerei. Ein wirklich sympathisches Fest. Herzlichen Dank, Steven.
Posted in Privates, Unsinn, de on Nov 3rd, 2008 by Hanno Zulla | 2 Comments »
Das neue Büro hat Glaswände. Jetzt wurden die Schilder für den Notausgang angebracht:
“Panik! Wohin?”


Ebenso hilfreich ist das Schild für den Notausgang über der einzigen Tür des wenige m² großen Serverraums. Die Bauarbeiter dachten wohl, dass man sich auch dort im Notfall verlaufen kann.
Posted in Foto, Unsinn, de on Oct 29th, 2008 by Hanno Zulla | 7 Comments »
How to foster self-regulation in internet discussion forums (and turn flamewars into profit):

via flickr
Posted in Computer, Unsinn, en on Oct 20th, 2008 by Hanno Zulla | No Comments »

Hinweise am Schwimmbad-Eingang, Kopenhagen
Posted in Foto, Privates, Unsinn, de on Sep 8th, 2008 by Hanno Zulla | No Comments »
Erik hat mich zum Microblogging überredet. Twitter soll ja dauernd ausfallen, also lieber identi.ca. Mal ausprobieren. Merkwürdige Idee, wozu sowas überhaupt machen? Aber das dachte ich auch, als Blogs neu waren.
Posted in Unsinn, de on Aug 20th, 2008 by Hanno Zulla | No Comments »
Im Büro. Das Telefon klingelt, ich hebe ab.
“Guten Tag. Drehen Sie auch Erotikfilme?”
”Äh…” (wtf?) “…wie kommen Sie denn da auf uns?”
“Na, ich habe Ihre Seite im Internet gefunden.”
”Und wie… heißt diese Seite?”
“Äh, Agentur. Agen… Internet-Agentur. Ach so. Tschuldigung. Tschuldigung! Tut mir Leid.” (Klick.)
Eine wahre Geschichte.
Posted in Unsinn, de on Aug 6th, 2008 by Hanno Zulla | No Comments »
Der großartige Horst Evers in seinem Buch Mein Leben als Suchmaschine:
Das neue Zentrum, also das neue Gehirn unserer Küche, werden nämlich intelligente Kühlschränke sein. Kühlschränke, die selbstständig feststellen, wenn Butter oder Milch ausgehen, und das dann direkt online nachbestellen. Seit Jahren im Gespräch, jetzt sind sie wohl bald serienreif und sollen auf die arglose Menschheit losgelassen werden.

Diese Kühlschränke machen mir ernsthaft Angst. Denn wenn diese Technologie in etwa so gut funktioniert wie die restliche Elektronik in meinem Haushalt, dann.. [..] Und die weiteren Schritte werden folgen, wie in der Kommunikationselektronik.
Sind die neuen Herrscher erst einmal installiert, beginnen die Demütigungen.
Vermutlich wird man die online bestellte Milch bald mit einem komplizierten Kopierschutz ausrüsten, so dass man diese Milch dann nur noch in der eigenen Küche trinken kann. Sobald man mit ihr die Küche verlassen will, wird sie nicht mehr funktionieren und sofort ausflocken. Natürlich wird man aber auch nur online bestellte Milch in diesen Kühlschrank stellen können, andere Milch wird dort sofort sauer werden. Wie das genau funktioniert, ist zwar völlig unklar, aber sie werden einen Weg finden.
Und dann kommen die neuen Betriebssysteme. Betriebssysteme, für die wir jedes Jahr einen neuen, noch intelligenteren Kühlschrank kaufen müssen. Und wenn nicht, dann können mit unserem alten Online-Kühlschrank plötzlich gar keine frische Vollmilch bestellen. Sondern nur noch Monate alte H-Milch. Und schließlich werden die ersten aufgeben und sich in ihren Innenstadtwohnungen eine Kuh und sechs Hühner halten.
Sun hat Ende der 90er Jini mit dem Slogan “die vernetzte Kaffeemaschine” der staunenden Öffentlichkeit präsentiert. Zum praktischen Einsatz im Haushalt kam es allerdings nicht, u.a. weil Sun sich nicht vorstellen konnte, dass eine Java Virtual Machine zu fett für den Einbau in eine Küchenmaschine sein könnte. Immerhin wurde der vernetzte Toaster das Thema meiner Diplomarbeit. Fazit: Die IT-Industrie forciert den vernetzten Haushalt, weil sie ein neues Absatzfeld braucht, aber haben will ihn eigentlich keiner.
Posted in Computer, Unsinn, de on Jul 28th, 2008 by Hanno Zulla | 4 Comments »
Kürzlich die Dokumentation “Kubrick, Nixon und der Mann im Mond” im TV-Programm entdeckt, nur wegen des Titels den vdr darauf programmiert, keinen weiteren Programmhinweis dazu gelesen und heute angesehen:
Kubrick habe “2001″ als Generalprobe für die gefälschte Mondlandung gedreht. Hollywood sei beauftragt worden, das Apollo-Programm zu inszenieren, um vom militärischen Hintergrund der angeblich zivilen Mission abzulenken.
Je länger die Sendung lief, desto ärgerlicher geworden und So’n Hals! bekommen: Warum lügt die Doku so offensichtlich, z.B. über biographische Details der Apollo-Astronauten? Was soll das? Der Sprecher erzählt doch Tinnef! Eine Mondlandungs-Hoax-Doku auf einem öffentlich-rechtlichen Sender? Irgendwann entnervt abgeschaltet und nach weiteren Informationen zur Sendung im Internet geblättert.
Puh.
Posted in Unsinn, de on Jul 21st, 2008 by Hanno Zulla | 1 Comment »
Ein guter Rat für angehende Journalisten:
Wenn Dir mal keine Einleitung einfällt oder ein Argument fehlt, schreibe einfach, wieviele Treffer Dein Thema in Google liefert.
Posted in Unsinn, de on Jul 21st, 2008 by Hanno Zulla | 2 Comments »
Beim Bäcker pflegen sie den EM-Spielstand so:

Posted in Foto, Hamburg, Unsinn, de on Jun 28th, 2008 by Hanno Zulla | 3 Comments »