Stimmt eigentlich. Liebe FDP, wenn Ihr so sehr gegen Netzsperren seid, wo bleibt dann Eure lautstarke Opposition gegen die Wahlkampfmasche der Frau von der Leyen? Man hört so wenig von der FDP zum Thema Netzsperren in diesen Tagen. Jetzt schon Kuschelkurs mit dem künftigen Koalitionswunschpartner – wo sind Eure politischen Werte?

Four years ago, Ubuntu Linux replaced XP as my main desktop OS at the office and at home. Most things work fine, with some major annoyances left (see below).

Now that we want to upgrade our computers at home, these annoyances feel big enough that I now consider switching to a Mac. Are there other people here who went from Linux to Mac? I’d like to hear your comments if the following things are nicer in OS X.

  • Mail, Calendar, Contact Management and Sync

    Gnome Evolution is the default mail client of Ubuntu. Tried it with each new release, but after all these years, it’s still a big clunky mess. It stalls every now and then, is slow with IMAP and forgets calendar data. Evolution syncs with mobile devices, but not with mine. Thunderbird is a much nicer mail client, but it’s not integrated with Gnome as well and it doesn’t sync. KDE is still recovering from its 4.”zero” release and doesn’t feel usable yet, so I didn’t try its solutions for this problem.

    I “just” want to read my messages, deal with appointments and remember people’s address and birthday data and sync all these to my computers at home and at work and to my mobile devices (an iPod Classic and a semi-old, dumb Nokia phone).

  • Photo management

    My wife and I love to take photographs. But we both want to work on these photos as a single collection. Right now, we use f-spot on a single computer. f-spot is somewhat okay, but slow and it crashes sometimes. It expects photos on the local hard drive, not on a network share.

    Is there a solution to manage one private photo collection on two computers if it’s not on the local drive?

  • iPod Management

    Our drm-free music collection (flac and mp3) lies on a network share. With gtkpod and a samba mount on the local 100mbit network, it took over 20 hours to fill my iPod (and no, it’s not really a big collection). Banshee and Rhythmbox were slow as hell, as well. Amarok didn’t even play sound from Gnome in Ubuntu Jaunty. All of these apps expect your music on your local drive, not on the network.

    And after all this, gtkpod reported lots of dangling files after it tried to build the proprietary file hierarchy of the iPod (thanks, Apple, for trying to shut out iTunes alternatives, you inconsiderate prick).

    What is an elegant way to handle an iPod with Linux when your music is not stored on the local drive?

The Mac is beginning to look a lot nicer, with its polished photo software and working calendar/contact management and sync. (Well, is it working? Apparently it does, haven’t heard people complaining so far.)

On the other hand, Ubuntu has served me well. It works with cheaper hardware and there’s no need to buy iLife or invest in regular OS X upgrades. (Even my mother is using Ubuntu, mostly because she wanted to surf the net and nothing else. And I can easily help her from 200km away with remote desktop sharing.)

So I’m conflicted. Stay with Linux? Move to OS X? Or does it suck just like any other OS?

A: “Das Internet ist schlimm! KiPo, Raubmordkopien, Hasspredigten, Bombenbauanleitungen!”
B: “Einzelfälle! Und man kann und es wird ja dagegen vorgegangen!”

B: “Da gibt es Missbrauch der Polizeibefugnisse!”
A: “Einzelfälle! Und man kann und es wird ja dagegen vorgegangen!”

Und so werfen sich A und B gegenseitig vor, von Einzelfällen zu reden, die sie jeweils naiv generalisieren. Und beide müssen nicht weg von ihrem Standpunkt.

Ist es nicht irgendwie bemerkenswert, dass praktisch alle Parteien im aktuellen Internet-Wahlkampf mit Fake-Accounts und Astroturfing in Blogs, Twitter und sonstwo arbeiten, während uns Bürgern gleichzeitig erklärt wird, wie schlimm es doch sei, im Internet anonym zu sein…?

  1. Eine CDU-Ministerin zwängt einzelne Internetprovider dazu, einen juristisch fragwürdigen Vertrag über Internet-Filter abzuschließen.
  2. Die regierende CDU-/SPD-Koaltion verschleppt alle juristischen und gesellschaftlichen Diskussionen darüber, ob a) der Vertrag an sich schon rechtswidrig ist, b) die Filter für das zu lösende Problem geeignet sind und c) die Filter als Zensurmethode ausgeweitet und dann von staatlicher Seite missbraucht werden können und ob wir als Demokratie so eine Gefahr eingehen wollen.
  3. Die SPD einigt sich auf ein Gesetz über die Filter, weil dank Schritt 1 die Filter ja eh installiert würden und die Diskussion aus Schritt 2 ja noch nicht abgeschlossen sei.

Man legitimiert also einen vermutlich gesetzeswidrigen Vertrag aus Schritt 1 mit einem vermutlich grundgesetzwidrigen Gesetzesentwurf in Schritt 3. Und damit haben wir dann Filter bei den großen deutschen Providern. Und wenn die erst einmal da sind, haben wir bald weitere Begehrlichkeiten für Seitensperrungen.

Dass der ganze Weg dorthin bereits fragwürdig war, wird von CDU und SPD in der Diskussion beflissentlich ignoriert. Mit den berühmten “Bauchschmerzen” wird also wieder einmal ein schlechtes Gesetz verabschiedet.

Wie die SPD bei diesem Spiel mitmacht, ist verstörend. Dass die CDU eine sehr eigene Vorstellung der Bürgerrechte im Internet hat, war ja längst bekannt, aber eigentlich waren die Signale aus der SPD bis gestern noch ermutigend. Wie man sich täuschen kann.

Der vielbeschworene Internet-Wahlkampf 2009 der Parteien dürfte somit ausfallen. Denn wie CDU und SPD nach diesem Trauerspiel noch die aktive Netzcommunity mit ihrer Politik ansprechen wollen, ist mir schleierhaft.

Wie letztes Mal befand sich mein Wahllokal im gleichen Klassenraum der Grundschule Bahrenfelder Straße. Dort gab es auch schöne Zählhilfen. Sowie Stühle und Tische, die leider nur für Grundschüler bequem sein dürften.

Die Wahl(müll)tonne war zurück.

Die Auszählung war sehr viel einfacher als bei der HH-Wahl. Einzig die schiere Größe des Wahlzettels machte die Handhabung schwer und man verzählte sich immer wieder einmal, was dank mehrerer Plausibilitätsprüfungen aber sofort auffiel. Hier zeigte sich die Stärke einer manuellen Auszählung gegenüber einer Zählmaschine: Bei den Unstimmigkeiten wurde die Zählung eben so oft wiederholt, bis alle Beteiligten keine Zweifel am Ergebnis mehr hatten. Dies ist für mich immer noch der bessere Weg statt eines Wahlcomputers, wo kein Wahlhelfer eine so einfache, direkte und sofort verständliche Prüfung der Zählung vornehmen kann.

piraten-vs-fdp

In unserem Wahllokal waren die Piraten die größte der “Sonstige”-Parteien: 11 Stimmen für die Piraten (3,1%) vs. 14 für die FDP (4%). Rechtsextreme waren keine dabei, die Grünen führten mit großem Abstand (41,8%) vor der SPD (24,7%), die CDU (9,4%) lag sogar unter der Linken (11,9%).

Es machte Spaß, Wahlhelfer zu sein. Die Bundestagswahl wird hoffentlich eine höhere Wahlbeteiligung und damit mehr Arbeit bedeuten. Bin dann gerne wieder dabei.

Heute bin ich mal wieder Wahlhelfer und komme gerade vom vormittäglichen Einsatz im Stimmbezirk zurück, bevor ich heute Abend zur Auszählung wieder hingehe.

Es dürfte kein Verstoß gegen die Regeln für uns Wahlhelfer sein, wenn ich verrate: Die bisherige Wahlbeteiligung war dramatisch niedrig. Schlicht katastrophal. Es dürfte ein kurzer Abend werden, denn die Auszählung sollte im Handumdrehen erledigt sein.

Also, Leute, geht wählen!

Ein lesenswerter Beitrag dazu bei Don Dahlmann.

1extra – Nachrichtensendung:

1extra-china-internetsperren

Zensur ist es immer nur, wenn’s die Chinesen tun.

“Mehr als einmal wurde ich an Galaxy Quest erinnert
– der im Direktvergleich der bessere Star Trek-Film ist.”

Batzmann bei den fünf Filmfreunden fässt es korrekt zusammen. Tolles Spektakel, großartige Darsteller, merkwürdige Filmmusik ohne wiedererkennbares Theme, viel zu viele Lensflares und leider mindestens eine große Plotlücke je Drehbuchseite. Leider wurde versäumt, endlich den Trek-Drehbuchautoren Zeitreisen als Plot-Mittel zu verbieten. Und der der Story fehlte eine moralische Aussage – obwohl doch moralingetränkte Unterhaltung irgendwie die Grundformel von Star Trek war.

Aber es war ja auch ein Trek-Film mit ungerader Nummer. Hoffen wir auf ein Sequel mit besserem Drehbuch. Der Weg dafür ist jetzt frei.

Heute war Frau Merkel zu Besuch in Hamburg, direkt neben meinem Büro. Habe die Gelegenheit genutzt, bei den Teilnehmern Unterschriften zu sammeln. Es kamen in einer Stunde schlappe 13 zusammen, die nun per Fax an den Petitionsausschuss unterwegs sind.

Man muss eben doch sehr lange erklären, um was es geht und warum “Sperren” zwar sinnvoll klingt (Zitat Kundgebungsbesucher: “natürlich soll der Schweinkram raus aus dem Internet!”), aber “Löschen” die bessere Lösung ist. Eine differenzierte Diskussion ist in so einem Moment kaum möglich.

Nach der Ansprache von Frau Merkel wurde noch die Nationalhymne gesungen. Kurz danach spielte der Kundgebungs-DJ zum Ausklang Musik mit schlüpfrigen Texten von einem gerichtsbekannten … Musiker, der wg. Kindesmissbrauchsvorwürfen gerichtsbekannt wurde. siehe Kommentar.